Am Staatstheater in Oldenburg ist bis 4. Juli 2019 eine vom Arnold Schönberg Center gestaltete Ausstellung über Schönbergs symphonische Dichtung Pelleas und Melisande zu sehen.

Arnold Schönberg komponierte die symphonische Dichtung Pelleas und Melisande op. 5 – sein erstes vollendetes Orchesterwerk – zwischen 1902 und 1903 in Berlin.

»Ich hatte ursprünglich daran gedacht, Pelleas und Melisande als Oper zu vertonen, diesen Plan später jedoch aufgegeben – obwohl ich nicht wusste, dass Debussy gleichzeitig an seiner Oper arbeitete. Ich bedaure immer noch, meine ursprüngliche Intention nicht realisiert zu haben. Möglicherweise wäre die wundervolle Aura des Dramas nicht in jenem Maße eingefangen worden, ich hätte jedoch mit Sicherheit die Charaktere sanglicher gestaltet. Andererseits half mir die symphonische Dichtung, indem sie mich lehrte, meine Figuren in präzise formulierten Einheiten auszudrücken, eine Technik, die eine Oper vielleicht nicht so gut befördert hätte. So hat mich mein Schicksal offensichtlich mit großer Weitsicht geführt.« (Arnold Schönberg)

Unter dem Eindruck der 1942 in New York erstaufgeführten Ballettversion seiner Verklärten Nacht von Antony Tudor unter dem Titel Pillar of Fire entschloss sich Schönberg im amerikanischen Exil, die Pelleas-Partitur nach Jahrzehnten zu revidieren und ebenfalls für Ballett – in der Erweiterung (und gleichzeitigen Reduktion) der einsätzigen symphonischen Dichtung auf eine mehrsätzige Suite – zu bearbeiten (nicht realisiert).

Der italienische Choreograf Luca Veggetti hat 2019 mit der BallettCompagnie Oldenburg eine Neuinterpretation des Stoffes auf der Grundlage des symbolistischen Dramas erarbeitet. Die aus Anlass dieser Produktion gestaltete Ausstellung des Arnold Schönberg Center wird bis Ende der Saison am Staatstheater Oldenburg zu sehen sein.

 

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