Vortrag • Schönbergs Mission zur Rettung der Tonkunst: Vom »Komponieren mit Tönen« zur Zwölftonkomposition • Ulrich Krämer

Symposium / Vortrag | Mittwoch, 8. Januar 2020 | 18.30 Uhr | Arnold Schönberg Center


kraemer400Eintritt frei
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Einem gängigen Narrativ zufolge bezieht sich Schönbergs bekannter Ausspruch, er habe eine Entdeckung gemacht, mit der er die deutschösterreichische Hegemonie auf dem Gebiet der Musik für die nächsten 100 Jahre gesichert habe, auf seine Entdeckung der Zwölftonmethode. Diese sehr pauschale Sichtweise lässt jedoch außer Acht, dass die sukzessive Herausbildung der Methode auf Grundlage der »neuen Formprinzipien «, mit denen Schönberg seit Juli 1920 experimentierte, zum Zeitpunkt der Äußerung noch weit von ihrer Konsolidierung im Frühjahr 1923 entfernt war. Der Vortrag zeichnet die Entwicklung der Jahre 1920 bis 1923 im Detail nach und geht dabei u. a. der Frage nach, worum es sich bei jenem Fund gehandelt haben könnte, der Schönberg zu seiner verfrühten Erfolgsmeldung geführt hat.
The story goes that Schönberg’s discovery of the twelve-tone method was the reason behind his familiar statement that he had made a discovery with which he had secured German/Austrian hegemony in music for the next 100 years. However, such a very general way of thinking overlooks the fact that the successive formation of this method on the basis of “new principles of form”, with which Schönberg had experimented since July 1920, was still far from consolidation at the time of this observation in the spring of 1923. This lecture traces the development of the years 1920 to 1923 in detail, and also considers the question of what find could have motivated Schönberg to announce this premature success.

Vortrag am Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Abbildung: © Universal Edition A.G., Wien (Arnold Schönberg: Suite für Klavier op. 25, Zwölftonreihentafel)

 
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